Das Auge sieht sich niemals satt

Sonnenuntergang am Strand © Bru-nO/Pixabay
Können Sie sich vorstellen, dass Sie, nachdem Sie einen herrlichen Sonnenuntergang erlebt haben, sich sagen: „So, das reicht mir jetzt, das brauche ich nie wieder zu erleben.“

Von der Redaktion

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie stehen barfuß im feinen, weißen Sand eines einsamen Strandes, während die Sonne in flammenden Farben – Purpur, Orange, Violett – langsam ins Meer sinkt. Noch einen Augenblick tanzt ihr Nachglanz auf den Wellen, dann hüllt die Dunkelheit den Strand in samtene Stille. Und Sie sagen sich: „So, das reicht mir jetzt, das brauche ich nie wieder zu erleben.“

Eine solche Reaktion können Sie sich bestimmt nicht vorstellen – und genauso wenig konnte das Israels König Salomo. „Das Auge sieht sich niemals satt“, schrieb er in seinem Buch Prediger (Prediger 1,9). Er drückte damit eine Wahrheit aus, die alle Menschen betrifft: Wir leben gerne, vorausgesetzt natürlich, wir sind gesund und haben unser Auskommen.

Salomo war kein Kryoniker, denn diese Technik gab es zu seiner Zeit noch nicht. Es gab nur den Tod, der dem Leben bzw. dem Sehen des Auges ein Ende setzte. Kryonikern setzt der Tod auch heute dem Leben ein Ende, aber sie hoffen auf eine Fortsetzung des Lebens durch die Wissenschaft. Kryonik (auch Kryokonservierung genannt) ist die Konservierung des Körpers oder des Gehirns nach dem rechtlich eingetretenen Tod – und das bei extrem niedrigen Temperaturen, meist um –196 °C in flüssigem Stickstoff.

Warum lassen sich einige Menschen auf diese äußerst kostspielige Weise einfrieren? Die häufigste Motivation (in Umfragen unter Kryonik-Interessierten rund 74 Prozent) ist die Möglichkeit einer späteren Wiederbelebung. Sie bejahen das Leben, im Sinne von: „Das Leben ist gut – mehr davon ist besser.“ Ihnen geht es weniger um Todesangst als um eine starke Wertschätzung des Lebens. Viele wollen einfach mehr Zeit haben: Sie wollen Projekte abschließen, die Welt weiter erleben, neue Erfahrungen machen, mit (vielleicht ebenfalls konservierten) Angehörigen wieder zusammenkommen oder sie sind einfach neugierig, wie die Zukunft aussehen wird.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass eine Wiederbelebung von Eingefrorenen heute gar nicht möglich ist. Kryoniker sind aber häufig technik- und fortschrittsgläubig. Sie betonen, dass viele Dinge, die heute Routine sind, vor 100 oder 150 Jahren unvorstellbar waren (Flugzeuge, Antibiotika, Organtransplantationen, Wiederbelebung nach Herzstillstand usw.). Sie setzen darauf, dass diese Entwicklung weitergeht und auch die Schäden durch den Einfrierprozess sowie Alterung und Krankheit irgendwann reparierbar sein werden.

Unser Schöpfer bietet das an, was die kleine Kyroniker-Community (weltweit nur einige Tausend Anhänger) sich wünscht: eine Fortsetzung des Lebens nach dem Tod durch eine Wiederbelebung, die die Bibel die Auferstehung nennt. Allerdings ist Gottes Angebot einer Fortsetzung des Lebens nach dem Tod kostspieliger als eine Kyronik-Einfrierung. Gottes Angebot kostet das jetzige Leben, denn wer es annimmt, muss Gott, den Vater, und seinen Sohn Jesus Christus mehr lieben als das eigene Leben.

Die Erwartungen der Kyroniker lassen sich nicht auf einen Nenner bringen mit den Erwartungen derer, die Gottes Angebot annehmen. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber: Wie die Community der Kyroniker sind diejenigen, die Gottes Angebot annehmen, eine wahrhaft kleine Herde (Lukas 12,32). Gott verspricht ihnen, dass sich ihre Augen niemals satt sehen werden. Möchten Sie mehr erfahren? Dann bestellen Sie unsere kostenlose Broschüre Der Weg zum ewigen Leben – unauffindbar?.

– Gute Nachrichten September-Oktober 2026 PDF-Datei dieser Ausgabe

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