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Sie kämpfen mit einer schweren Prüfung, und eine Sache nach der anderen läuft schief. Nichts scheint richtig zu laufen. Die meisten Ihrer Freunde scheinen sich nicht sehr um Ihre Situation zu kümmern, und diejenigen, die zu helfen versuchen, sind eigentlich keine große Hilfe. Im Gebet fragen Sie Gott: „Warum muss ich dieses schreckliche Dilemma ertragen?“
Früher oder später sieht sich jeder Christ mit einer belastenden Situation konfrontiert. Für manche ist es eine schwere gesundheitliche Krise, andere kämpfen mit familiären, finanziellen oder beruflichen Schwierigkeiten. Wieder andere ringen vielleicht mit Einsamkeit, Depressionen, charakterlichen Schwächen oder anderen beunruhigenden Problemen.
In solchen Situationen können Worte wie „Niemand kümmert sich um mich, und selbst Gott scheint meine Notlage nicht zu bemerken!“ fallen. Woher ich das weiß? Ich kenne das, denn ich habe mich während einer langen Phase der Arbeitslosigkeit, die ich vor vielen Jahren durchmachte, genauso gefühlt.
Hat ein Christ, der in schwierigen Zeiten solche negativen Gedanken hat, versagt? Er möchte Gott doch lieben, ihm vertrauen und aus dem Glauben an Jesus Christus leben. Die Antwort lautet nein. Auch wenn unsere Prüfungen einen Einschnitt in unserem Leben bedeuten und oft sehr belastend sind, sind sie nicht einzigartig.
Unsere Reaktion darauf kann der Reaktion anderer, die uns im Glauben vorausgegangen sind, ähneln (1. Korinther 10,13). So äußerte beispielsweise König David in einer schwierigen Situation manchmal seine Enttäuschung und zweifelte sogar an Gottes Macht, Liebe und Barmherzigkeit.
Er fragte: „Hat der Herr uns für immer verstoßen? Will er sich nicht mehr erbarmen? Ist er nie wieder gut zu uns? Gilt sein Versprechen in Zukunft nicht mehr? Hat Gott vergessen, sich zu erbarmen? Verschließt er im Zorn sein Herz?“ (Psalm 77,8-10; Gute Nachricht Bibel). Genauso wie einige Gläubige vergangener Generationen nervös, gereizt und ungeduldig wurden, kann und wird es auch uns heute passieren.
Doch warum lässt Gott seine treuen Diener manchmal über längere Zeiträume hinweg schweren Prüfungen ausgesetzt sein? Er könnte sie sofort beenden, tut es aber nicht. Antworten auf diese Fragen lassen sich aus der Bibel ableiten. Sie offenbaren den Wunsch unseres Schöpfers, uns lebenswichtige Lektionen zu erteilen und herauszufinden, was in den Tiefen unseres Herzens vorgeht.
Angesichts der enormen Macht und Autorität, die er uns als Geistwesen in seinem zukünftigen Reich geben wird, muss er im Voraus und ohne Vorbehalt wissen, dass wir ihm unter allen Umständen, sogar bis zum Tod, unveränderlich treu und gehorsam bleiben werden (Offenbarung 12,11). Darüber hinaus lässt Gott Schwierigkeiten in unserem Leben zu, um uns dabei zu helfen, unsere Fehler und Schwächen klar zu erkennen, damit wir „uns zum Vollkommenen wenden“ (Hebräer 6,1).
Es ist sein Wunsch, dass wir grundlegende Charaktereigenschaften entwickeln, wie die Gewohnheit, geduldig und treu auf seine Hilfe zu warten (Römer 5,3-4). Alles, was er tut, ist darauf ausgerichtet, uns zu stärken, damit wir in der Lage sind, in Zeiten der Not an fünfzehn wichtige Wörter zu glauben und danach zu handeln.
In der Heiligen Schrift erklärt Gott, dass er uns die nötige Hilfe geben wird, um jede Not oder Verfolgung zu überstehen (Jakobus 1,2-4). Doch wie können wir sicher sein, dass eine Prüfung, die wir in einer schwachen Phase unseres Lebens durchleben, nicht zu unserer geistlichen Niederlage führt?
Betrachten wir die Sache einmal positiv: Wenn Gott sieht, dass wir an unserem schwächsten Punkt treu bleiben, kann er dann nicht darauf vertrauen, dass wir es immer sein werden? Denken wir an König David, der sich manchmal belagert und bedrängt fühlte, aber Gott nie aufgab:
„Herr, ich rufe zu dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe. Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer. Herr, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!“ (Psalm 143,1-3).
Auch der Apostel Paulus geriet in große Bedrängnis, vielleicht bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit, gab aber weder seinen Schöpfer noch seine Lebensweise auf (2. Korinther 1,8). Warum? Weil diese beiden Männer das Wesentliche der fünfzehn Wörter verstanden und angewendet haben.
Doch wie sieht es mit uns aus? Was wäre, wenn Gott Satan erlauben würde, uns zu bedrängen? Der Teufel würde uns vielleicht weismachen wollen, dass wir nicht in der Lage sind, großem Druck standzuhalten. Diese Behauptung wäre jedoch eine unverfrorene Lüge, denn Gott ruft niemanden zum Versagen auf!
Vielmehr setzt er sich voll und ganz für unseren Erfolg ein und hat versprochen, immer an unserer Seite zu sein (Jesaja 41,10). Er wird uns mit allem versorgen, was wir brauchen, um jedes Hindernis zu überwinden, und uns die geistliche Kraft geben, um alle brandgefährlichen Pfeile des Teufels abzuwehren (Römer 8,31-32; Epheser 6,16).
Wenn wir Gott und seiner großen Macht vertrauen, können wir beobachten, wie er die Einzelheiten zur Lösung unserer Notlage ausarbeitet. Er mag die Umstände ändern – oder auch nicht –, doch wo und wie auch immer er handelt, werden wir letztlich gesegnet sein, weil wir ihn lieben und ihm vollkommen vertrauen (Psalm 28,7).
Wie wir bereits gelesen haben, ertrug der Apostel Paulus extrem schwierige Prüfungen. Denken Sie auch an unseren Erlöser Jesus Christus, der unvorstellbares Leid ertragen musste und uns dennoch ein unauslöschliches Beispiel für den Glauben unter Feuer hinterlassen hat (1. Petrus 4,12-13).
Er hat all das für uns getan. Und warum? „Damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!“ (Hebräer 12,3; Gute Nachricht Bibel, alle Hervorhebungen durch uns).
Wenn wir in Zeiten der Not daran denken, werden wir voller Zuversicht sein, dass Gott uns unterstützen und stärken wird (1. Petrus 4,1-2). All dies setzt jedoch voraus, dass wir die fünfzehn Wörter glauben und anwenden.
Natürlich kann jede Prüfung ein Stolperstein sein, wenn wir es zulassen. Deshalb müssen wir im Gebet nahe bei Gott bleiben, unseren Geist mit seinem Wort sättigen und seinen Geist in uns ständig anfachen – so wie Jesus es tat (Johannes 7,38).
In dieser Hinsicht sollten wir nicht erst warten, bis Schwierigkeiten auftreten, um Gott nahe zu sein (Jakobus 4,8)! Wir sollten uns vielmehr verpflichten, täglich zu beten und ihm ständig für seine Liebe und unendliche Unterstützung durch seinen Geist zu danken (1. Thessalonicher 5,17; 2. Timotheus 1,6).
Allerdings kann es manchmal so aussehen, als sei die Situation, in der wir uns befinden, einfach zu viel.
Stellen Sie sich vor, was der biblische Patriarch Hiob erlebt hat. Gott erlaubte Satan, ihn schwer zu quälen. Infolgedessen verlor Hiob an einem einzigen Tag all seine Kinder und sein ganzes Vermögen (Hiob 1,13-19).
Kurz darauf verlor er auch seine Gesundheit, als der Teufel ihn mit grässlichen Geschwüren am ganzen Körper plagte (Hiob 2,7). Doch warum musste Hiob diese furchtbaren Prüfungen durchmachen? War er vielleicht ein schrecklicher Sünder, der sich weigerte, Buße zu tun? Ganz und gar nicht! In Hiob 1, Vers 1 heißt es sogar, dass er „schuldlos und aufrecht [war], er fürchtete Gott und mied das Böse“.
Zunächst erlitt Hiob jedoch entsetzliche Verluste. Unmittelbar nachdem er davon erfahren hatte, machte er eine äußerst bedeutsame Aussage. In Hiob 1, Vers 21 sagte er: „Nackt bin ich zur Welt gekommen, und nackt verlasse ich sie wieder“ („Hoffnung für alle“-Bibel).
Weiter sagte er: „Der Herr hat gegeben, und der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gepriesen!“ (Elberfelder Bibel). (Elberfelder Bibel). Diese fünfzehn Wörter fassen zusammen, woran wir glauben und wie wir im Glauben handeln müssen, wenn wir schwere Prüfungen erfahren. Ebenso wie Hiob, der die absolute Herrschaft Gottes kannte und ihm bedingungslos vertraute, können auch wir dieses Vertrauen haben.
Gott gibt uns alles Gute (1. Timotheus 6,17). Und doch lässt er manchmal zu, dass wir es verlieren – um uns wichtige Lektionen zu vermitteln und unsere Treue sowie unseren Gehorsam zu prüfen. Dabei wird er uns jedoch niemals über unser Vermögen hinaus prüfen.„Aber Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet, sondern er wird mit der Versuchung auch einen Ausweg geben, sodass ihr sie ertragen könnt“ (1. Korinther 10,13).
Wir sollten also niemals aufgeben, wenn er oder seine Lebensweise auf die Probe gestellt werden. Vielmehr sollten wir ihn von ganzem Herzen ehren und uns voll und ganz auf ihn verlassen – im absoluten Vertrauen darauf, dass er uns immer lieben, helfen und unterstützen wird. „Denn der Herr hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen. So können auch wir getrost sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?“ (Hebräer 13,5-6).
Wenn wir also auf beunruhigende Ereignisse stoßen bzw. schwer geprüft werden, sollten wir bereit sein, die folgenden Worte zu sprechen und fest daran zu glauben: „Der Herr hat gegeben, und der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen!“
– Gute Nachrichten November-Dezember 2026
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