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Wer kennt sie nicht, die Weihnachtsgeschichte? Selbst in Ländern, die mehrheitlich nicht christlich sind, ist Weihnachten bekannt und wird gefeiert. Unsere Kinder kennen Weihnachten und seine Traditionen, wie beispielsweise den Weihnachtsmann, bis sie erfahren, dass es ihn gar nicht gibt. Das ist jedoch nicht das Einzige, was an Weihnachten nicht stimmt. In diesem Beitrag erfahren Sie, was an Weihnachten wirklich wahr ist.
Man könnte nun vielleicht meinen, hier möchte jemand etwas über Weihnachten sagen, obwohl er das Fest gar nicht kennt. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich kenne Weihnachten sehr gut und habe es immer gern gefeiert. Das liegt allerdings schon eine Weile zurück, nämlich in meiner Kindheit.
Wir waren acht Kinder in der Familie und Weihnachten hat uns immer große Freude bereitet. Warum? Weil wir Geschenke bekamen!
In dem Kulturkreis, in dem ich aufgewachsen bin, fand die Bescherung am Vormittag des 25. Dezembers im Wohnzimmer statt. Am Nachmittag des 24. Dezembers hieß es für uns Kinder: Ab etwa 18 Uhr durften wir das Wohnzimmer nicht mehr betreten – sonst könnten wir den Weihnachtsmann bei der Vorbereitung der Geschenke stören.
Natürlich waren wir gehorsam, denn wir freuten uns auf die Geschenke! Doch dann hat ein älterer Bruder die Sache mit dem Weihnachtsmann auf den Kopf gestellt. Er sagte zu mir: „Den Weihnachtsmann gibt es gar nicht! Das sind unsere Eltern, die die Geschenke für uns auslegen.“
Später habe ich dann erfahren, dass der Weihnachtsmann nicht das Einzige ist, was an Weihnachten nicht stimmt. Es gibt auch andere Dinge, die nicht stimmen – und davon gibt es viele! Vielleicht könnte der Titel dieses Beitrags deshalb lauten: Was an Weihnachten nicht wahr ist.
Aber eins will ich vorab klarstellen: Ich will damit nicht sagen, dass die Leute, die Weihnachten feiern und meinen, Gott damit zu dienen, nicht aufrichtig sind. Es geht allein um die Frage, ob man Gott wirklich dient, wenn man Weihnachten feiert – und zwar aus biblischer Sicht.
Bei meiner Untersuchung ging es mir ausschließlich darum, was Jesus gesagt hat. Er hat festgestellt, dass wahre Anbeter Gottes ihn in der Wahrheit anbeten werden (vgl. Johannes 4,24). Das heißt, ihre Anbetung wird sich auf die biblische Wahrheit gründen.
Gründet sich Weihnachten mit seinen Traditionen auf die biblische Wahrheit? Fangen wir mit unserer Untersuchung an.
In der Bibel wird die Geburt Jesu erwähnt, der Begriff „Weihnachten“ jedoch nicht. Wussten Sie, dass das Wort „Weihnachten“ in der Bibel nicht vorkommt? Es gibt auch keine Berichte, dass die Apostel oder die ersten Christen seine Geburt gefeiert haben. Auch eine Anweisung Jesu an seine Jünger, seine Geburt zu feiern, wird nicht überliefert. Weihnachten wurde übrigens erst etwa 300 Jahre nach dem Tod Jesu gefeiert.
Jesus gebot seinen Jüngern, das Evangelium zu predigen und Menschen zu Jüngern zu machen. Er sagte: „Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe“ (Matthäus 28,20; „Hoffnung für alle“-Bibel). Weihnachten gehört somit nicht zu den Dingen, die Jesus seine Jünger lehrte und die sie wiederum lehren sollten.
Fazit: Weihnachten ist kein biblisches Fest.
Die Bibel berichtet Folgendes über die Geburt Jesu: „In jener Gegend waren Hirten auf freiem Feld, die hielten Wache bei ihren Herden in der Nacht“ (Lukas 2,8; Gute Nachricht Bibel). Wo wurde Jesus geboren? Das wissen Sie – in Bethlehem.
Bethlehem liegt fast 800 Meter über dem Meeresspiegel. Im Dezember ist es dort kalt und verregnet; die Nachttemperaturen liegen im Schnitt bei etwa 6 °C. Gelegentlich schneit es sogar leicht – etwa alle drei bis vier Jahre. Im Dezember 2013 fielen in Bethlehem zum Beispiel 20 cm Schnee. Kein umsichtiger Hirte hätte seine Herde in dieser Jahreszeit draußen auf der Weide gelassen.
Laut dem Adam Clarke’s Commentary hatten die Hirten ihre Schafe noch nicht nach Hause gebracht. „Aufgrund dessen hatte der Oktober wahrscheinlich noch nicht angefangen und deshalb ist unser Herr folgerichtig nicht am 25. Dezember geboren worden, als keine Herden mehr bei Nacht auf den Feldern waren . . . Aufgrund dieser Sachverhalte sollte die Geburt im Dezember ausgeschlossen werden“ (Abingdon Press, Nashville, 1977; alle Hervorhebungen durch uns).
Und der Interpreter’s One Volume Commentary fügt hinzu: „Diese Stelle bei Lukas spricht gegen eine Geburt Christi um den 25. Dezember, weil die Witterungsbedingungen es nicht erlaubt hätten, dass Hirten bei Nacht um diese Jahreszeit ihre Schafe im Freien hüten.“
Diese Kommentare zeigen, dass jüdische Hirten ihre Herden im Dezember, also im nassen, kalten Winter, nicht im Freien hätten übernachten lassen. Das wäre für die Schafe schädlich gewesen. Die Tatsache, dass die Hirten ihre Schafe nachts auf dem Feld gehütet haben, wie Lukas berichtet, ist daher ein klarer Beweis dafür, dass Jesus nicht im Dezember geboren wurde.
Die Römer hätten sich zudem noch unbeliebter gemacht, indem sie bei solchen Witterungsverhältnissen eine Volkszählung für Ende Dezember angeordnet hätten. Die Römer werden schon gewusst haben, wie sinnlos und unbeliebt eine Volkszählung im Winter gewesen wäre. Die beste Jahreszeit für eine Volkszählung war die Zeit nach der Ernte im Herbst, also September oder Oktober. Zu dieser Zeit war die Volkswirtschaft kaum beeinträchtigt und das Reisen fiel leichter.
Und wissen Sie was? Es ist allgemein bekannt, dass Jesus nicht am 25. Dezember geboren wurde. Eine bekannte deutsche Fernsehevangelistin räumt dazu ein: „Tatsache ist auch, dass Jesus sehr wahrscheinlich nicht am 25. Dezember geboren ist und niemand mit Sicherheit sagen kann, an welchem Tag er geboren wurde.“
Die Unkenntnis über das genaue Geburtsdatum Christi überrascht nicht, da die Bibel uns dieses Datum nicht nennt. Es wird einfach kein Datum genannt.
Hinzu kommt die Frage nach dem Hintergrund des 25. Dezembers als Datum für Jesu Geburt. Warum hat die römische Kirche ausgerechnet diesen Tag ausgewählt, um den Geburtstag Jesu zu feiern? Der Grund ist einfach: Zu dieser Jahreszeit wurde bereits ein Fest gefeiert, das viele Nichtchristen begingen.
Am 25. Dezember wurde im Römischen Reich der Sonnengott gefeiert. Dieses Datum wurde etwa 300 Jahre nach Jesu Tod für die Feier seiner Geburt übernommen. Die Führer der römischen Kirche benannten das Fest um und widmeten es Christus, um den Übertritt der Nichtchristen zur römischen Kirche zu erleichtern. Dazu vermerkt das Lexikon Encyclopedia Americana Folgendes:
„Im 4. Jahrhundert bestimmte die westliche Kirche – also die römische Kirche –, dass der Geburtstag Christi in Zukunft am alten römischen Fest der Geburt des Sonnengottes gefeiert werden sollte, da niemand mit Sicherheit wusste, zu welcher Jahreszeit Christus geboren wurde“ (New York, 1944, Stichwort „Christmas“).
Und wissen Sie was? Auch das ist allgemein bekannt. Noch einmal die in Deutschland bekannte Fernsehevangelistin dazu: „Tatsache ist, dass es am 25. Dezember bereits ein heidnisches Fest gab, schon bevor man die Geburt Jesu mit diesem Datum in Zusammenhang gebracht hat . . . Die Tatsache, dass die frühe Kirche den 25. Dezember gewählt hat, mag auch darin begründet sein, dass es vorher der Tag des Sonnengottes war.“
Fazit: Mit dem 25. Dezember als Datum für Jesu Geburtstag wird Gott nicht in der Wahrheit verehrt.
In der Bibel steht, dass die Weisen aus dem Morgenland, also dem Osten, Jesus besucht haben. Übrigens sagt die Bibel nicht, dass es genau drei Weisen waren. Es gab drei Geschenke, aber es wird nicht gesagt, wie viele Weisen da waren. Außerdem sind die Namen der Weisen – Caspar, Melchior und Balthasar – eine mittelalterliche Erfindung, denn die Bibel nennt uns keine Namen.
Außerdem haben die Weisen Jesus nicht bei seiner Geburt besucht, sondern erst später. In der typischen Weihnachtskrippe sind drei Weisen zu sehen, aber sie waren bei der Geburt Jesu nicht dabei, sondern kamen erst später. Und wie bereits gesagt, wissen wir nicht, ob es drei waren. Die typische Weihnachtskrippe entspricht also nicht der Wahrheit.
Stellen Sie sich vor, die Weisen kämen ins Haus und gäben Jesus keine Geschenke, sondern tauschten untereinander Geschenke aus. So würde es in der Bibel stehen, wenn es damals so gewesen wäre wie heute. An Weihnachten werden Geschenke ausgetauscht. Wissen Sie, woher dieser Brauch kommt?
Er stammt von dem alten römischen Fest, das im Dezember stattfand und zu Ehren des Sonnengottes gefeiert wurde. An der Wintersonnenwende, wenn die Tage am kürzesten sind, wollte man mit den Feiern die Götter dazu bewegen, die Sonne zurückzubringen und den Winter zu beenden. Bei diesem Fest beschenkte man sich gegenseitig.
Diesen heidnischen Brauch hat man zusammen mit dem 25. Dezember als Datum für die Geburt Jesu übernommen.
Aber nicht nur diesen Brauch hat man von den Heiden übernommen. Wie man manchmal in Zeitungsartikeln vor Weihnachten lesen kann, wurden auch andere Bräuche übernommen, die nicht biblischen Ursprungs sind. Hier ein paar Beispiele: Immergrün, Mistelzweige und Weihnachtsbaum. Diese Bräuche wurden einst verwendet, um falsche Götter, also Götzen, zu verehren.
Dürfen wir solche Bräuche zur Anbetung Gottes übernehmen? Als die Israeliten ins Gelobte Land einzogen, sagte Gott zu ihnen:
„Lasst euch nicht zum Götzendienst verführen, nachdem ihr diese Völker besiegt habt. Versucht nicht herauszufinden, wie sie ihre Götter verehrt haben. Sagt nicht: Wir wollen es so machen wie sie! Das dürft ihr dem Herrn, eurem Gott, nicht antun! Denn diese Völker haben getan, was der Herr verabscheut“ (5. Mose 12,30-31; „Hoffnung für alle“-Bibel).
Viele Christen wissen nicht, dass das Wesen, das diese Worte sprach, später als Jesus Christus auf die Erde kam. Wie wird er in der Bibel beschrieben? Im Hebräerbrief steht: „Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und für immer“ (Hebräer 13,8; ebenda). Jesus ändert sich nicht! Er möchte auch heute nicht mit heidnischen Bräuchen verehrt werden.
Jesus beschrieb die religiösen Führer seiner Zeit wie folgt: „Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind. Denn ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein“ (Markus 7,7-8; Schlachter-Bibel).
Nach seinen eigenen Worten kann man ihn vergeblich verehren. Genau das wäre sein Urteil über Weihnachten. Denn der Ursprung dieses Festes ist nicht biblisch, und seine Bräuche sind der Anbetung falscher Götter entlehnt.
Hier könnte man jedoch einwenden: Wir haben nicht bewusst nach heidnischen Traditionen gesucht, um Gott damit anzubeten. Das mag sein, aber heute weiß man, dass solche Traditionen übernommen wurden. Wie die Fernsehevangelistin zugibt: „Tatsache ist, dass es am 25. Dezember bereits ein heidnisches Fest gab, lange bevor man die Geburt Jesu mit diesem Datum in Zusammenhang brachte . . . Die Tatsache, dass die frühe Kirche den 25. Dezember gewählt hat, mag auch darin begründet sein, dass es zuvor der Tag des Sonnengottes war.“
Macht es für Gott einen Unterschied, ob man die Bräuche selbst gesucht hat oder sie im Wissen darum praktiziert, dass sie von den Heiden übernommen wurden? Letztendlich war der römischen Kirche der heidnische Ursprung der Bräuche und des Weihnachtsdatums bekannt. Sie ignorierte damit Gottes Ermahnung an die Israeliten! Wer all dies heute beibehält, erklärt sich damit im Grunde mit der damaligen Vorgehensweise der Kirche einverstanden.
Welche Feste feierten die ersten Christen? In der Bibel gibt es keine Hinweise darauf, dass neue Feste eingeführt wurden. Die Vorstellung, die Geburt Jesu zu feiern, wäre den Jüngern Jesu und den Autoren des Neuen Testaments fremd gewesen.
Das Neue Testament berichtet hingegen, dass die ersten Christen die heiligen Tage des Alten Testaments, wie sie in 3. Mose 23 aufgeführt sind, auch weiterhin hielten, jedoch mit größerem geistlichem Verständnis als zuvor. Für die frühen Christen war es also selbstverständlich, die biblischen Festtage weiterzuhalten, die Jesus und seine Apostel gehalten hatten.
Erst später traten neue, von Menschen geschaffene Feste in Erscheinung. Dies hatte zur Folge, dass die in der Bibel gebotenen Festtage aufgegeben und durch Feste heidnischen Ursprungs ersetzt wurden. Und Gott gefällt es nicht, mit solchen Festen in Verbindung gebracht zu werden. Man kann sich kaum vorstellen, dass Christus Freude daran findet, wenn wir wissentlich seinen Geburtstag am Datum eines heidnischen Festes begehen.
Wie schon gesagt: Es geht nicht um die Aufrichtigkeit der Menschen, die Weihnachten feiern und meinen, Gott damit zu verehren. Es geht darum, ob man Gott mit Weihnachten in Wahrheit anbetet, wie Jesus selbst sagte.
Fällen Sie Ihr eigenes Urteil, indem Sie die folgenden Tatsachen berücksichtigen. Jesus wurde nicht am 25. Dezember geboren. Die Apostel Jesu lehnten bei ihrer Gottesanbetung heidnische Zeremonien und Riten ab und forderten andere Christen dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen. In der Frühkirche wurde Jesu Geburtstag nicht gefeiert. Die Festlegung des 25. Dezembers als Geburtstag Christi basierte auf römischen Feiern zur Anbetung des Sonnengottes. Die meisten Weihnachtsbräuche – das Schmücken des Tannenbaums, das Aufhängen von Mistelzweigen oder der Austausch von Geschenken – entstammen nicht der Bibel, sondern alten heidnischen Religionen.
Welches Urteil haben Sie nun gefällt? Betet man Gott mit solchen Dingen in der Wahrheit an? Die Antwort ist klar: Nein, das ist nicht der Fall. Und deshalb verehrt man Gott vergeblich, wenn man Weihnachten feiert.
Was ist denn eigentlich wahr an Weihnachten? Sollen wir uns über die Geburt Jesu freuen? Ja, definitiv!
Und wir sollen Jesus so verehren, wie er es gebietet: indem wir ihn in der Wahrheit anbeten statt mit Weihnachten. Wenn wir Gott wirklich lieben, dann sollen wir ihn so lieben, wie er geliebt werden will. Um Gott zu lieben, sollten wir das tun, wozu er uns auffordert. Der Apostel Johannes schrieb unter göttlicher Inspiration: „Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind“ (1. Johannes 2,5).
Die Geburt Jesu Christi war zweifellos ein wichtiges Ereignis. Aber wir sollen Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten, das heißt auf die Weise, die er uns befohlen hat.
Unser Vorbild ist daher die neutestamentliche Gemeinde. Anstatt von Menschen eingesetzte Ersatzfeste zu feiern, hielt sie auch nach dem Tod Jesu die biblischen Festtage, die Jesus und seine Apostel gefeiert haben, weiterhin ein.
Die Nachfolger Christi, die ihn in der Wahrheit anbeten, feiern diese biblischen Feste. Eines dieser Feste ist der Posaunentag im Herbst, der für die Wiederkunft Jesu steht, wenn er Gottes Herrschaft auf der Erde etablieren wird. Jesus kann nur wiederkommen, nachdem er geboren wurde, für unsere Sünden starb und von den Toten auferweckt wurde.
Der Posaunentag stellt mit seiner symbolischen Bedeutung die Erfüllung dessen dar, was Maria vor Jesu Geburt gesagt wurde:
„Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit und sein Reich wird kein Ende haben“ (Lukas 1,31-33).
Wir freuen uns auf die Wiederkunft Jesu und die Erfüllung dieser Prophezeiung. Ebenso freuen wir uns über seine Geburt, wie sie uns die Bibel bezeugt. Deshalb feiern wir den biblischen Posaunentag und laden Sie herzlich ein, es uns gleichzutun. Halten Sie dieses biblische Fest mit uns, um Jesus hinsichtlich seiner Geburt in der Wahrheit anzubeten!
– Gute Nachrichten November-Dezember 2026
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