
Eine der tiefsten Wahrheiten, die uns die Heilige Schrift offenbart, ist, dass Gott einen klar geordneten Heilsplan für die gesamte Menschheit verfolgt. Dieser Plan ist nichts Zufälliges oder Unbestimmtes – er ist bewusst strukturiert und wird in Gottes jährlichen Festen und heiligen Festtagen sichtbar gemacht. In 3. Mose, Kapitel 23 beschreibt Gott die sieben Hauptstufen dieses Planes – jene Zeiten, durch die er viele seiner Söhne zur Herrlichkeit führt (Hebräer 2,10).
1. Das Opfer Jesu Christi (Passah);
2. Die Abkehr von der Sünde und die Teilnahme am Brot des Lebens (Tage der ungesäuerten Brote);
3. Die Berufung der Erstlinge und der Empfang des heiligen Geistes Gottes (Pfingsten);
4. Die Ereignisse rund um die siebte Posaune, einschließlich der Wiederkunft Jesu Christi, der Auferstehung der Heiligen und der Ablösung der Reiche dieser Welt durch das Reich Gottes (Posaunentag);
5. Satan wird beseitigt (Versöhnungstag);
6. Das Reich Gottes herrscht eintausend Jahre lang auf Erden (Laubhüttenfest);
7. Die zweite Auferstehung und das endgültige Gericht (Achter Tag).
Innerhalb dieses Rahmens bilden die siebte Posaune und die Auferstehung der Heiligen einen zentralen und entscheidenden Wendepunkt. Sie lösen eine rasche Folge von Ereignissen aus, die Satans Herrschaft über diese Welt endgültig beendet und das Reich Gottes unter der Herrschaft Jesu Christi und seiner Heiligen aufrichtet (Offenbarung 11,15; Daniel 2,44; 7,22. 27). Dies ist ein Teil der Symbolik des Posaunentags.
Die Bibel offenbart, dass die Auferstehung der Heiligen zu einem genau festgelegten Zeitpunkt stattfindet – beim Ertönen der siebten Posaune. Das Verständnis dieses Zeitpunkts ist von großer Bedeutung, denn es verbindet die Auferstehung unmittelbar mit dem Posaunentag, einem Schlüsselmoment in Gottes Erlösungsplan, und macht die Abfolge der endzeitlichen Ereignisse klar ersichtlich.
Der Apostel Paulus macht eine klare und unmissverständliche Aussage über den Zeitpunkt der Auferstehung der Heiligen Gottes: „... und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden“ (1. Korinther 15,51-52).
Dieser Vers belegt zwei zentrale Tatsachen: Die Auferstehung findet beim Schall einer Posaune statt, und dies geschieht insbesondere beim Ertönen der letzten Posaune.
Dies wirft eine wichtige Frage auf: Was ist die „letzte Posaune“?
Obwohl im alten Israel vor jedem heiligen Tag von den Leviten Posaunen geblasen wurden, beschreibt das Buch der Offenbarung eine Folge von sieben Posaunen, die von Engeln geblasen werden, nachdem das siebte Siegel geöffnet wurde (Offenbarung 8,1-2). Dies geschieht am „Tag des Herrn“, einem Zeitraum, der vermutlich ein Jahr dauern wird.
In Offenbarung 11, Vers 15 lesen wir: „Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Dies ist die siebte Posaune – die letzte in dieser Reihe.
Da Paulus davon spricht, dass die Auferstehung bei der letzten Posaune stattfindet, und die Offenbarung eine Abfolge beschreibt, die in der siebten Posaune gipfelt, ist die logische Folge, dass die „letzte Posaune“ die siebte Posaune ist.
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